Die Rolle des Atems im Yoga

Der Atem spielt neben den Körperübungen eine wichtige Rolle im Yoga.

Die Rolle des Atems in den Körperübungen (Asana)

Bei der ersten Bekanntschaft mit Yoga führen wir die Teilnehmenden (TN) ganz bewusst langsam an das Üben mit dem Atem heran. Die TN lernen Schritt für Schritt die Körperbewegungen an ihren Atem anzupassen. Beim Yogaüben gibt es Bewegungen, die den Einatem besonders unterstützen (z.B. das Heben der Arme im Stehen weitet den Brustkorb), oder solche, die den Ausatem besonders unterstützen (beim Vorbeugen wird z.B. die Ausatemluft aus dem Bauchraum gepresst). So verbinden sich die Körperbewegungen mit dem ruhig geführten Atem und werden langsamer und fließender. Erreichen wollen wir einen gleichmäßigen, langen und feinen Atem.

Wahrnehmung

Die Achtsamkeit auf den Körper wird durch den Atem intensiviert. Wir merken eher, wie weit wir mit der Bewegung oder der Körperhaltung gehen können. Wann wird der Atem kurz oder kommt ins Stocken?

Körperliche Grenzen werden über den Atem klarer, und so lernen wir allmählich einen guten Umgang mit unserem Körper.

Richtung und Halt

Wir nutzen die natürliche Verbindung des Atems mit dem Körper , um dem Üben von Asana eine bestimmte Richtung zu geben; z.B. wir atmen aus und drehen dabei den Rumpf zur Seite, oder wir atmen ein und halten das Becken in Rückenlage mit aufgestellten Beinen mehrere Atemzüge nach oben aufgerichtet.

Einfache Asanavarianten – effektive Atemwirkung

Soll der Atem in den Mittelpunkte einer Asanapraxis gestellt werden, so bieten gerade die einfachen Asanavarianten einen besonderen Spielraum, um den Atem wirksam werden zu lassen (z.B. die Vorbeuge nicht zum Boden, sondern nur zum Hocker hin). Im dynamischen Üben wirkt die Verbindung von Bewegung und Atem rhythmisierend. Durch häufiges achtsames Wiederholen derselben Körperbewegungen, die mit dem Atem verbunden sind, können die hormonellen, vegetativen und neuralen Steuerungssyteme erreicht und beeinflusst werden.

Pranayama

Pranayama bedeutet den Atem ausdehnen. Möchten wir den Atem in den Mittelpunkt unseres Yogaübens stellen, benutzen wir besondere Techniken, um den Atem in eine neue Qualität zu bringen. Dabei wollen wir einen gleichmäßigen, langen und feinen Atem erreichen. Geübt wird meist im Liegen oder im aufrechten Sitzen.

Warum den Atem verändern? Jeder Mensch kann an sich selbst beobachten, wie sich sein Atem besonders in Stresssituationen oder bei Angst verändert: Entweder hält er den Atem an oder er atmet kurz und flach. Viele Menschen, die Pranayama lernen, sind nicht wenig überrascht, wie sie damit Einfluss auf ihre Stimmung und Energie nehmen können. In den alten Yogatexten werden die vielfältigen Wirkungen des Pranayama beschrieben, insbesonders die Verbesserung von Lebensenergie und Vitalität. Doch darüber hinaus kann man noch viele andere Wirkungen beschreiben, die durch tiefes und langsames Atmen positiv für die Gesundheit sind:

  • Innere Spannungen werden verringert und der Geist wird klarer
  • das regelmäßige Üben von Yoga führt zu mehr innerer Distanz gegenüber den alltäglichen Anforderungen
  • Stress mit seinen vielseitigen, uns bekannten Auswirkungen lässt sich durch regelmäßige und passende Yogapraxis abbauen. Das führt dazu, dass wir für die alltäglichen Anforderungen des Alltags mehr gestärkt sind.
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